Warum Europa seine Startups verliert – und wie Estland Hoffnung macht
Europa verliert seine innovativsten Startups nach wie vor an die USA. Ein Grund dafür ist, dass der Markt in 27 unterschiedliche und oft starre Gesellschaftsrechte zersplittert ist. Wie eine völlig bürokratiefreie, grenzüberschreitende Gründung in der Praxis aussehen kann, zeigt Estland bereits mit seinem erfolgreichen e-Residency-Programm, das physische Grenzen für den globalen Marktzugang überwindet. Um diese unternehmerische Freiheit auf den gesamten Kontinent auszuweiten und den Frust der Gründerinnen und Gründer zu lindern, plant Brüssel nun mit der „EU Inc.“ ein einheitliches 28. Regime. Dies kollidiert jedoch mit den Interessen von Gewerkschaften und der traditionellen Wirtschaft. Letztlich stellt sich die entscheidende Frage, die mit einer Reise nach Estland beantwortet werden soll: Lässt sich der estnische Sonderweg auf die gesamte EU übertragen, oder scheitert die Vision an bürokratischen Hürden.