„Rüstzeug für das spätere Leben: Reichen Mathe, Deutsch und Englisch noch aus? Die Hälfte der Jugendlichen fühlt sich schlecht auf die finanzielle Zukunft vorbereitet, Schuldnerinnen und Schuldner werden immer jünger. Wo es hapert, was es braucht und welche Antworten die europäische Finanzhochburg Luxemburg auf diese Zukunftsfragen findet.“
Taschentücher sind sein wichtigstes Arbeitswerkzeug. Denn im Büro von Christian Schumacher kullern regelmäßig die Tränen. Als Schuldenberater ist er oft so etwas wie der letzte Rettungsanker, wenn Menschen die Existenzängste über den Kopf wachsen
Abfahrt Richtung Kirchberg-Plateau – das Banken- und Finanzviertel östlich von Luxemburg-Stadt. Im Gegensatz zum historischen Altstadtkern ist Kirchberg das Mekka für zeitgenössische Bürobauten.
Ob es Finanzbildung in die Schule schafft, hänge derzeit von der Ambition einzelner Lehrerinnen und Lehrer ab. Sophie Nilles kenne nicht einmal ein fächerübergreifendes Arbeitsbuch, um nachzuschlagen: „Was schade ist“, meint sie. „Gerade der Umgang mit Geld sollte verankert werden, wie die Weltreligionen oder die vier Jahreszeiten.“
Luxemburg also. Der Ruf des Geldes eilt dem Kleinstaat an der Mosel voraus. Das wirtschaftsstarke Erzherzogtum gilt als europäische Finanzhochburg. Wobei Luxemburg vom europäischen Krisengemisch keineswegs unberührt blieb.