Achtung, ducken: Werbegeschenk!

Wie sehr kann man eine Stadt zur Tour de France machen? Nevers: Ja!!
Und jedes noch so kleine Lädchen macht mit. Vom Schuhgeschäft bis zur Fußpflege schmückt sich gerade gefühlt ganz Nevers mit der Tour de France: Die Straßen sind mit Girlanden geschmückt und in jedem Fensterladen steht ein Fahrradrahmen.

Am nächsten Morgen ging es zum Start der nächsten Etappe. Dort habe ich nicht nur den Direktor des Tourismusbüros von Nevers getroffen, der erklärt hat, wie sich Städte als Etappenorte bewerben und inwiefern sich der Aufwand für sie lohnt. Sondern auch mit Marco Haller gesprochen, der heuer bereits zum elften Mal bei der Tour de France startet.

Ein anderer Anblick lässt mich aber immer noch nicht ganz los. Vor dem Start fahren unzählige Sponsorenfahrzeuge durch die Menge. Es wird getanzt, Musik gespielt und das Publikum dazu aufgefordert, die Markennamen laut mitzurufen. Der eigentliche Publikumsmagnet sind aber die Werbegeschenke: Von Mini-Salamisticks über Hüte und Kappen bis hin zu Trinkflaschen und Schlüsselanhängern mit Sponsorenlogos fliegt alles ins Publikum.

Salami-Sticks oder lieber Dosenwurst?
Hauptsache gratis und mit Tour de France-Logo!

Eines kann ich sagen: Ich habe nicht nur einmal Erwachsene mit Kindern um Gratisartikel streiten sehen. Mich hat schockiert, wie groß die Begeisterung dafür ist. Da wird deutlich: Zur Tour de France gehören nicht nur Sport und Tradition, sondern auch Marketing und Konsum.

Auf der Rückfahrt nach Paris fuhren wir hinter den Team-Bussen her. Zurück nach Paris, wo es mir plötzlich fast still vorkam ohne fliegende Merch-Säckchen.

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Warten, warten, warten… für ein paar Sekunden Tour de France.