Portugal: Das Land für die Laptop-Elite
©Zoe Opratko
Portugal hat sich in wenigen Jahren zum Sehnsuchtsort der globalen Remote-Arbeit entwickelt. In Lissabon sitzen amerikanische Start-up-Gründerinnen und -Gründern neben Designerinnen und Designern aus Berlin sowie Tech-Arbeiterinnen und Tech-Arbeitern aus London in Coworking-Spaces mit Meerblick. Mit speziellen Visa, Steueranreizen und internationalem Marketing wirbt das Land gezielt um sogenannte Digital Nomads – gut ausgebildete Menschen, die ortsunabhängig arbeiten und ihr Gehalt oft aus wohlhabenderen Ländern beziehen. Die Hoffnung dahinter: mehr Innovation, internationale Netzwerke und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Doch während Cafés, Co-Living-Spaces und internationale Communities boomen, steigen für viele Portugiesinnen und Portugiesen die Mieten drastisch an. In Städten wie Lissabon und Porto wächst deshalb der Widerstand gegen eine Entwicklung, die manche als moderne Form der Gentrifizierung sehen. Wer profitiert wirklich von der neuen mobilen Arbeitswelt? Und kann ein Land langfristig wettbewerbsfähig sein, wenn sich die eigene junge Generation das Leben dort kaum noch leisten kann?