Tag 1: Eurovision by the Beach

Der Eurovision Song Contest kommt 2027 nach Bulgarien – und nicht etwa in die Hauptstadt Sofia, sondern nach Burgas ans Schwarze Meer. Eine Stadt mit rund 190.000 Einwohnern soll im kommenden Mai Künstler, Delegationen und Fans aus ganz Europa empfangen. Wie bereiten sich eine vergleichsweise kleine Stadt, der Fernsehsender BNT und das ganze Land auf ein solches Großereignis vor? Und was bleibt davon, wenn der letzte ESC-Fan wieder abgereist ist? Das möchte ich in den kommenden Tagen herausfinden.

Der Strand von Burgas ist direkt von der Innenstadt aus zu erreichen.

Der Eurovision Song Contest 2027 wird in Burgas, direkt am Schwarzen Meer stattfinden.

Los geht es aber erst einmal am Flughafen von Burgas. Der ist überschaubar, hat aber alles, was ich nach der Landung brauche – vor allem einen erstaunlich günstigen Bus in die Stadt. Für umgerechnet rund 80 Cent geht es in etwa 30 Minuten Richtung Zentrum. Das Ticket bezahle ich ganz modern per Kreditkarten-Tap, während gleichzeitig noch eine Schaffnerin durch den Bus läuft, bei der Fahrgäste auch bar bezahlen können. Alt und neu liegen hier offenbar nah beieinander.

Einen Sitzplatz bekomme ich nicht, dafür schon während der Fahrt einen ersten Eindruck davon, wie vertraut manches in Bulgarien wirkt: Vor dem Fenster ziehen Opel, Lidl und Kaufland vorbei. Viele deutsche und österreichische Marken haben den bulgarischen Markt längst für sich entdeckt.

Vom Busbahnhof Terminal Yug sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zu meinem Hotel. Nach dem Check-in – und trotz einer Erkältung, die ich leider aus Österreich mitgebracht habe – möchte ich natürlich zuerst ans Meer. 23 Grad, Sonne und ein fast leerer Strand: Anfang Oktober sind hier vor allem Einheimische und einige ältere Urlauber unterwegs.

In der Nebensaison und am Sonntag ist die Innenstadt erstaunlich leer.

Danach geht es noch einmal durch die Fußgängerzone in der Innenstadt bis zum Alyosha-Monument. Burgas wirkt auf den ersten Blick überraschend europäisch, an diesem Sonntag angenehm ruhig – und ich fühle mich schnell wohl. Nur vom kommenden Eurovision Song Contest ist erstaunlicherweise noch überhaupt nichts zu sehen. Kein Plakat, kein Banner, kein Hinweis darauf, was hier in gut sieben Monaten passieren soll.

Zurück im Hotel schalte ich den Fernseher ein. Auf dem bulgarischen Musiksender City TV läuft genau in diesem Moment das Musikvideo zu „Bangaranga“, dem Song, mit dem DARA den Eurovision Song Contest 2026 gewonnen und nach Bulgarien geholt hat. Na gut. Ganz unsichtbar ist der ESC in Burgas dann wohl doch nicht.

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Tag 2: Wo der ESC langsam sichtbar wird

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Bulgariens Weg zum Eurovision Song Contest 2027