Tag 1: Fáilte Ireland!

Man glaubt es kaum: Der Empfang in Irland wird von strahlendem Sonnenschein begleitet. Ein wahrliches “Fáilte”, also Willkommen auf Irisch.

Nach einer durchaus sehr frühen Ankunft (8 Uhr morgens) und dem ein oder anderen koffeinhaltigen Getränk habe ich mich zunächst in die Innenstadt aufgemacht, um mir einen Überblick zu verschaffen. Dabei fällt auf, dass die Sichtbare Obdachlosigkeit im Stadtzentrum seit meinem letzten Besuch scheinbar zugenommen hat. Aber damit nicht genug: Über 17.000 Menschen waren allein im Juni 2026 als wohnungslos gemeldet und in Obdachlosenunterkünften untergebracht - die Dunkelziffer liegt dabei aber noch höher.

“Rough Sleepers” sind obdachlose Personen, die typischerweise auf der Straße leben. Obdachlosigkeit ist in vielen Fällen aber nicht so offensichtlich.

Im Hotel angekommen, werden die Interviews für die kommenden Tage fixiert. Im Anschluss geht die Recherche erst so richtig los; Interviewfragen werden formuliert und Wohnungsbesichtungstermine rausgesucht. Jene “Open Viewings” sind ebenso Mangelware wie verfügbare Wohnungen selbst: “Menschen stehen teilweise stundelang Schlange, um ein Apartment überhaupt besichtigen zu können”, berichtet ein Local. Ob ich eine solche Chance erhalte, wird sich die nächsten Tage zeigen.

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