Tag 3: Von Arena zu Arena

Der dritte Tag meiner Reise steht unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“: Heute fahre ich mit dem Bus von Burgas nach Sofia. Zuvor checke ich noch im Hotel aus.

Eigentlich hätte ich noch mit der Hotelmanagerin über ihre Erwartungen an den ESC und die Zeit danach gesprochen. Spontan schreibt sie mir, dass sie doch nicht in der Stadt ist, meine Fragen aber per E-Mail beantwortet. Auf dieser Recherchereise lerne ich auch, dass es viel Flexibilität braucht, um ans Ziel zu kommen. Die Rezeptionistin erzählt mir beim Check-out trotzdem, dass das Hotel für die ESC-Woche im Mai bereits ausgebucht sei und die Buchungen nur so hineingeflogen wären, als klar wurde, dass Burgas das Rennen gemacht hat.

Der Busbahnhof liegt neben dem Hauptbahnhof direkt am Hafen von Burgas.

Ich flaniere ein letztes Mal durch die Innenstadt von Burgas, wo heute viel mehr los ist: Leute ratschen miteinander und die Straßen sind belebter. Ich muss meiner Mama noch einen Magneten kaufen, wie ich ihn ihr aus allen möglichen Orten der Welt mitbringe – statt Postkarte sozusagen.

Am Busbahnhof kaufe ich mit Händen und Füßen und für 19 Euro ein Ticket für den nächsten Bus nach Sofia. Auf dem Weg aus der Stadt fahren wir noch einmal an der Burgas Arena und den umliegenden Wohnhochhäusern vorbei. Während der Fahrt, die fast durchs ganze Land geht, sticht mir vor allem ein riesiger Solarpark nahe der Stadt Sliven ins Auge: Mehrere Hügel sind hier fast schon mit Paneelen gepflastert, vor denen ein Schild mit der EU-Flagge prangt.

Unterwegs nach Sofia zeigen sich Ergebnisse der EU-Zusammenarbeit.

In Sofia fahren wir dann auch an der Arena Sofia vorbei. Hier hätte der ESC stattgefunden, wenn die Hauptstadt das Rennen gemacht hätte. Sie fasst 18.000 Menschen, während die Arena Burgas je nach Setting bis zu 15.000 Gäste unterbringt.

Der Bus kämpft sich derweil an der französischen Botschaft vorbei durch den Verkehr der Stadt bis zum zentralen Busbahnhof. Mein Rücken und ich freuen uns inzwischen schon aufs Bett. Zu essen gibt es heute ganz einfach ein Fast-Food-Menü bei Hesburger. Aber ein Deutscher, der für ein österreichisches Medium in Bulgarien unterwegs ist und bei einer finnischen Fast-Food-Kette isst – mehr Eurotours geht ja fast gar nicht.

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Tag 2: Wo der ESC langsam sichtbar wird