Tag 5: Αντίο, Αθήνα!
Der letzte Morgen in Athen beginnt mit Kofferpacken, Check-out und einem schnellen Frühstück. Ganz fertig bin ich aber noch nicht. Bevor es zum Flughafen geht, fehlen mir noch ein paar Geräusche der Stadt, ein paar Fotos – und ein paar letzte Stimmen.
Also geht es noch einmal auf die Straße. Diesmal frage ich konkreter: Was verdient ihr? Wie viel davon geht für die Miete drauf? Reicht das?
Nach all den Gesprächen der vergangenen Tage ergibt sich für mich kein eindeutiges Bild. Die Perspektive für junge Menschen ist nicht ideal. Viele sind gut ausgebildet und trotzdem ist es schwierig, einen passenden Job zu finden. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten hoch und gerade die Miete verschlingt einen großen Teil des Einkommens.
Aber diese Stadt hat etwas.
Unterwegs auf der Ermou Street. Foto: Sheima Lababidi
Athen ist laut, die Cafés sind voll, die Menschen sind draußen, auf den Straßen ist ständig etwas los. Vielen der jungen Menschen, mit denen ich in den vergangenen Tagen gesprochen habe, könnte es wirtschaftlich deutlich besser gehen. Trotzdem würden die meisten diese vibrierende Stadt nicht so einfach verlassen.
Auch mir fällt der Abschied schwer. Voller Eindrücke endet meine Zeit in Griechenland leider schon wieder und ich mache mich nun auf den Weg zum Flughafen.
Ein paar Stunden später sitze ich schon auf meinem Wiener Balkon und kopiere meine SD Karten mit mehreren Tagen Interviews, Straßenlärm, Stimmen und Bildern aus Athen.
Meine Reise ist damit vorbei – die Geschichte aber noch nicht. Mehr von den Menschen, die ich getroffen habe, und der Frage, ob Griechenland seine junge Generation zurückgewinnen kann, hört ihr bald in meiner Radioreportage bei Radio Radieschen.