Tag 2: Hristo Pejkov - der Arzt, der nicht gehen will

Hristo Pejkov auf der Steinernen Brücke

Wir treffen Hristo Pejkov an der steinernen Brücke mitten im Zentrum von Skopje. Drumherum: große verspiegelte Gebäude von T-Mobile und dem Marriott und auf alt gemachte große Gebäude. Die meisten dieser alten Gebäude sind entstanden im Rahmen des Projekts 2014. Der ehemalige nordmazedonische Präsident Gruevski hatte Lust auf ein Nordmazedonien alter historischer Größe und ließ riesige Statuen und prachtvolle Gebäude im ganzen Land errichten. 

Hristo Pejkov erkennt dadurch sein eigenes Skopje nicht mehr, sagt er. Er ist hier aufgewachsen, hat hier Medizin studiert und ist heute Professor der Kardiologie an der MedUni Skopje. Ich will von Pejkov wissen, warum er nie gegangen ist, obwohl er immer wieder Angebote und viele seiner Kolleg:innen mittlerweile in Österreich oder Deutschland praktizieren. Seine Antwort: Nordmazedonien ist seine Heimat. Wien, meint er, ist auch super und deshalb habe er sich Wien nach Skopje geholt. Er hat die Verbindungen zwischen den MedUnis in den letzten zwei Jahrzehnten immer enger miteinander verwoben. Heute besuchen Ärzt:innen seiner Klinik regelmäßig Wien und die aus Wien sind oft in Skopje. 

Heute habe er das Gefühl, dass viele junge Ärzt:innen eigentlich auch gar nicht gehen wollen, in ihrem eigenen Land aber zu oft keine Perspektive haben und dann eben Plan B folgen und nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz auswandern. Und sie sind dabei gut vorbereitet: viele von ihnen besuchen schon seit Anfang ihres Studiums Deutschkurse. 

Was helfen könnte? Hristo Pejkov sagt: eine EU-Mitgliedschaft.

Ach ja und um ein paar Bilder von seiner Arbeit zu sammeln, hat uns Pejkov einfach zu einer kleinen Herz-OP mitgenommen. Das hätten wir auch nicht gedacht, dass wir nach einem Tag in Nordmazedonien plötzlich in einem OP-Saal stehen. Eurotours <3

Im OP im Keller des Krankenhauses

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